Internationale Jugendarbeit im Sport

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Aufgaben der dsj in der Internationalen Jugendarbeit

Internationale Jugendbegegnungen helfen bei der Bildung von interkultureller und sozialer Kompetenz, Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein und bei der Bildung einer eigenen Identität. Was nach dem zweiten Weltkrieg im Zeichen der Aussöhnung und der Friedenssicherung begann, ist längst zu einem wichtigen Bereich der informellen Bildung von Kindern und Jugendlichen geworden.

Internationale Jugendarbeit im Sport profitiert dabei besonders von zwei Aspekten: der Universalität von Spaß an Spiel und Bewegung und der Niedrigschwelligkeit des Sports. Erste Kontakte zwischen Kindern und Jugendlichen in internationalen Begegnungen sind auch ohne den Einsatz von Sprache schnell hergestellt. Für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe im Sport bietet der internationale Austausch die Möglichkeit, sich mit Experten anderer Länder auszutauschen und zu vernetzen, deren Arbeitsansätze kennenzulernen und dabei auch die eigene Arbeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Aufgaben der dsj in der Internationalen Jugendarbeit

Die Deutsche Sportjugend ist auf verschiedenen Ebenen für ihre Mitgliedsorganisationen aktiv. Neben den Bereichen Beratung und Betreuung von internationalen Austauschmaßnahmen und der Beteiligung an deutschen und europäischen Diskursen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit im und durch Sport, unterhält die dsj zudem direkte Kooperationen mit Partnerorganisationen verschiedenster Länder.

Grundlage für das internationale Engagement der Deutschen Sportjugend stellt die Konzeption „Internationale Jugendarbeit im Sport“ dar. In der Konzeption wird das Selbstverständnis der dsj als Dachorganisation des Kinder- und Jugendsports im internationalen Kontext beschrieben. Weiterhin sind die Ziele sowie die strategischen Bausteine und Maßnahmen der internationalen Jugendarbeit im Sport dargestellt.

Glocal Youth Summit: digitaler Jugendaustausch zwischen Japan, Estland und Deutschland

Die dsj hat vier Jugendliche nominiert und spannende Einblicke in einen digitalen Jugendaustausch bekommen

An drei Programmsamstagen zwischen dem 30. Januar und dem 13. Februar 2021 hatten ca. 40 Jugendliche aus den drei Ländern — Japan, Estland und Deutschland — die Möglichkeit, sich zum Thema „Solving local issues for building a sustainable society - Using technology to solve local issues“ (also zur Lösungsfindung für lokale Probleme beim Aufbau einer nachhaltigen Gesellschaft — unter Einsatz von Technologie) auszutauschen. Auf deutscher Seite wurde der Austausch von IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland, begleitet. Acht junge Menschen hatten die Chance daran teilzunehmen. 

Die dsj war als Partnerorganisation am Auswahlverfahren beteiligt und hatte die Möglichkeit,  Teilnehmer*innen mit Bezug zum Sport für das Programm zu nominieren. Der Schwerpunkt lag auf den UN Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Leoni Mieke Schmidt, Clara Borlinghaus und Pauline Laufer nahmen an den Austauschtagen zum Glocal Youth Summit teil. „Es war ein sehr gelungenes interkulturelles Austauschprogramm, mit toller Organisation.“, fasste es Leoni Mieke Schmidt am Ende zusammen.  

Die Teilnehmer*innen haben in vier Gruppen zu vier Unterthemen beispielsweise diskutiert, wie Arbeitsplätze oder flächendeckendere Mobilität mit Hilfe von Technologie geschaffen oder die aufkommende Einsamkeit auf Grund von Covid-19 bekämpft werden kann, und dafür digitale Lösungsansätze gesucht. Am Ende des Austausches wurden die Ergebnisse in einer Präsentation dargestellt. Leoni Mieke Schmidt war Teil der Diskussionsgruppe um die Frage “Listen to the voiceless using digitalization for social inclusion”. Japaner*innen, Est*innen und Deutsche haben sich dazu ausgetauscht, wie das Thema in den unterschiedlichen Ländern behandelt wird und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es gibt. Dabei haben sie sich auch mit der Frage auseinandergesetzt, welche SDGs eine Rolle bei dem Thema spielen und welche Orientierungshilfe diese für die Entwicklung von Lösungsansätzen bieten. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, das der erste Schritt auf lokaler Ebene gegangen werden muss, um ans globale Ziel zu gelangen und dies nur unter dem Einsatz neuer Technologien möglich ist. „Ich habe das Gefühl, dass die Ideen, die wir kreiert haben, nachhaltig sind und Gehör finden.“, so Leoni Mieke Schmidt.  

Die Arbeitsgruppe hatte sich auf zwei Randgruppen fokussiert: Menschen, die von Armut betroffen sind und Menschen, die aufgrund ihrer Sexualität unterdrückt werden. Entstanden ist die Idee einer App: WeHear(t) U, in der sich Menschen finden, denen es ähnlich geht und zeigen soll, dass sie nicht alleine sind. Darüber hinaus sollte die Möglichkeiten gegeben werden, sich selbst weiterzuhelfen. So könnte beispielsweise Obdachlosen die Möglichkeit gegeben werden, freie Schlafplätze zu finden oder sich Plätze/Organisationen anzeigen zu lassen, an denen es kostenloses Essen/Lebensmittel gibt. 

Leoni Mieke Schmidt war von der Idee und der Organisation begeistert. „Jede*r Teilnehmer*in wurde so akzeptiert, wie sie oder er ist und jede*r von uns hatte eine Stimme. Es ist eine tolle Gruppendynamik entstanden und wir konnten viele neue Kontakte knüpfen.“  

Insbesondere der Austausch mit Japan hat bei der dsj eine lange Tradition und bietet vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, das jeweils andere Land und die Kultur kennen zu lernen. Das Programm hat gezeigt, welche spannenden und vielfältigen Möglichkeiten es auch in der aktuellen Covid 19- Situation gibt, neue Erfahrungen zu machen und auch über digitale Formate internationale Beziehungen und Freundschaften aufzubauen. 


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Europäisierung der Kinder- und Jugendarbeit im Sport

Die Deutsche Sportjugend gestaltet europäische Politik mit. Denn nicht nur im Großen, in Politik und Wirtschaft, sondern auch in den Lebensumständen vieler junger Menschen ist europäische Integration und Mobilität in Europa bereits Realität und Anforderung zugleich. Und es ist wichtig, sich dafür einzusetzen, dass insbesondere die europäische Jugend- und Sportpolitik die Bedürfnisse und Lebensumstände junger Menschen nicht aus dem Blick verliert.

Über die Einbindung der Deutschen Sportjugend in der Europäischen Sportjugend ENGSO Youth (European Non-Governmental Sport Organisation Youth) werden Themen wie Jugendbeteiligung, Bewegungförderung und Sport im Alltag, Inklusion oder Nachhaltigkeit im Sport mit europäischen Partner*innen und Politiker*innen bearbeitet.

Die Deutsche Sportjugend bringt sich außerdem durch Projekte im Rahmen des EU-Bildungsprogramms ERASMUS+ vor allem im Programmbereich Sports mit Themen der Kinder und Jugendarbeit im Sport in die europäische Fachdiskussion ein.

Das EU-Programm Erasmus+ für Bildung, Jugend und Sport ist eines für den Kinder- und Jugendsport relevantes Förderprogramm für die europaweite Zusammenarbeit. In diesem können interessierte Organisationen Förderung in den Programmbereichen Hochschulbildung, Schulische Bildung, Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, JUGEND IN AKTION sowie Sport beantragen. Die Webseite www.erasmusplus.de verlinkt zu den jeweils aktuellen Regelungen der aktuellen Programmgeneration 2021 bis 2027.

Die europäische Sportjugend

Logo der ENGSO Youth

Als Jugendorganisation des Dachverbandes der Europäischen Nichtregierungs­sport­organisationen (ENGSO) liegt der thematische Schwerpunkt der Arbeit der ENGSO Jugend besonders in den Bereichen Erziehung durch Sport, Partizipation von jungen Menschen und Gesundheitsförderung im europäischen Kontext.

Durch ihre Beteiligung an der Arbeit des Europäischen Jugendforum oder an Eurochild, einem europäischen Netzwerk zur Vertretung der Rechte von Kindern, strahlt die ENGSO Jugend in den politischen Raum und hat sich etwa durch die Partnerschaften in den EU-Projekten fachlich in der europäischen Jugendarbeit positioniert.

Die dsj ist förderndes Mitglied der ENGSO Jugend und auch im ENGSO Jugendkomitee, dem Vorstandsgremium vertreten. Mehr Informationen zur ENGSO Jugend unter http://www.youth-sport.net

Entwicklungszusammenarbeit durch Sport

Die Zeiten der klassischen Entwicklungshilfe sind vorbei. Aus Geben und Nehmen wird voneinander lernen, aus einseitiger Abhängigkeit wird ein Miteinander, aus Bürgern zweier Klassen werden Weltbürger. Sport hat dabei gewaltige Potenziale. Sport setzt - wie kaum eine andere Aktivität - Kräfte und Energien frei. Über sprachliche und kulturelle Barrieren, Bildungs-, Alters- und Geschlechterunterschiede hinweg vermag er Menschen anzusprechen und Gemeinschaft zu fördern. Sport schafft Möglichkeiten, auf anschauliche Art und Weise Kompetenzen zu vermitteln, Differenzen zu überwinden und Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln.

Sportvereine stellen einen wichtigen Lernort für Kinder und Jugendliche dar, in dem sie ihre Persönlichkeit entwickeln und zu mündigen Menschen mit demokratischem Wertebewusstsein heranwachsen können. Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement, Teamgeist, Fairplay, Zielstrebigkeit, Körper- und Umweltbewusstsein – dies sind einige der Werte, die im Sport von großer Bedeutung sind, optimal mit dem Sport verbunden werden können und auch in der Entwicklungszusammenarbeit wiederzufinden sind.

Die Kraft des Sports wird auch von vielen internationalen Organisationen erkannt und in ihren Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit integriert. So ist Sport unter anderem als Grundrecht in der Internationalen Charta für Leibeserziehung und Sport der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO, Artikel 1) und in der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 31) aufgeführt. 

Seit 1967 engagiert sich die dsj im Kontext der deutsch-afrikanischen Zusammenarbeit in unterschiedlichen Feldern, wie z.B. der Aus- und Fortbildung von Jugendleiter*innen im Sport, einzelnen Projekten, wie dem Aufbau einer Fahrradwerkstatt oder der Organisation von Fachkräfteaustauschen. Heute ist die Entwicklungszusammenarbeit fester Bestandteil der Internationalen Jugendarbeit im Sport und fokussiert sich besonders auf die Möglichkeiten, als non-formaler Bildungsträger die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt zu stärken und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Dabei spielt insbesondere die Auseinandersetzung mit den SDG eine bedeutende Rolle. In der Methodensammlung “Jugend bewegt Zukunft” wird erläutert, wie jugendpolitische Bildungsarbeit rund um die SDG im sportlichen Kontext aussehen kann. 

Publikationen

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International - Olympisch - Fair

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Abschlussbericht 43. deutsch-japanischer Sportjugend-Simultansaustausch

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Flyer Sportive – Sportjugendarbeit International – Vielfalt erleben

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Flyer Internationaler Jugendaustausch im Sport

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Konzeption Internationale Jugendarbeit im Sport

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Japan Gastfamilienfibel

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Deutsch-japanischer Fach- und Führungskräfteaustausch 2017

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Abschlussbericht 44. Deutsch-Japanischer Sportjugend-Simultanaustausch

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Abschlussbericht 45. Deutsch-Japanischer Sportjugend-Simultanaustausch

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Der deutsch-japanische Sportjugend-Simultanaustausch - Evaluation 2013-2016

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Deutsch-japanischer Fach- und Führungskräfteaustausch 2018

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Deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch - Infos zum Regionalprogramm

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-französische Version

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-englische Version

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-polnische Version

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Abschlussbericht 2019 - dt.-jap. Fach- und Führungskräfteaustausch

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-russische Version

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Methodensammlung „Jugend bewegt Zukunft“ - für internationale Jugendbegegnungen im Sinne der nachhaltigen Entwicklungsziele

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Abschlussbericht zum digitalen 48. dt.-jap. Sportjugend-Simultanaustausch

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-ukrainische Version

Sportliche Sprachspiele – Eine Methodensammlung für internationale Begegnungen im Sport

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