Internationale Jugendarbeit im Sport

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Aufgaben der dsj in der Internationalen Jugendarbeit

Internationale Jugendbegegnungen helfen bei der Bildung von interkultureller und sozialer Kompetenz, Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein und bei der Bildung einer eigenen Identität. Was nach dem zweiten Weltkrieg im Zeichen der Aussöhnung und der Friedenssicherung begann, ist längst zu einem wichtigen Bereich der informellen Bildung von Kindern und Jugendlichen geworden.

Internationale Jugendarbeit im Sport profitiert dabei besonders von zwei Aspekten: der Universalität von Spaß an Spiel und Bewegung und der Niedrigschwelligkeit des Sports. Erste Kontakte zwischen Kindern und Jugendlichen in internationalen Begegnungen sind auch ohne den Einsatz von Sprache schnell hergestellt. Für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe im Sport bietet der internationale Austausch die Möglichkeit, sich mit Experten anderer Länder auszutauschen und zu vernetzen, deren Arbeitsansätze kennenzulernen und dabei auch die eigene Arbeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Aufgaben der dsj in der Internationalen Jugendarbeit

Die Deutsche Sportjugend ist auf verschiedenen Ebenen für ihre Mitgliedsorganisationen aktiv. Neben den Bereichen Beratung und Betreuung von internationalen Austauschmaßnahmen und der Beteiligung an deutschen und europäischen Diskursen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit im und durch Sport, unterhält die dsj zudem direkte Kooperationen mit Partnerorganisationen verschiedenster Länder.

Grundlage für das internationale Engagement der Deutschen Sportjugend stellt die Konzeption „Internationale Jugendarbeit im Sport“ dar. In der Konzeption wird das Selbstverständnis der dsj als Dachorganisation des Kinder- und Jugendsports im internationalen Kontext beschrieben. Weiterhin sind die Ziele sowie die strategischen Bausteine und Maßnahmen der internationalen Jugendarbeit im Sport dargestellt.

Der deutsch-japanische Simultanaustausch ist zurück und war wieder ein Erfolg

„Unsere Verbindung ist stärker als ein Virus“

Nachdem der deutsch-japanische Simultanaustausch im letzten Jahr abgesagt werden musste, stand es dieses Jahr nicht zur Debatte, dass er wieder alternativlos ausfällt. Eine digitale Jugendbegegnung – das klingt spannend, aber wie kann so etwas funktionieren? Zugegebenermaßen gab es am Anfang auch skeptische Stimmen aus dem Trägerkreis: Persönliche Begegnung kann nicht durch ein digitales Treffen ersetzt werden. Trotzdem sind Kennenlernen und gemeinsame Erlebnisse auch in einer digitalen Form möglich – und das haben rund 65 deutsche und japanische Jugendliche und Betreuer*innen nun „unter Beweis“ gestellt. 

Vom 25. Juli bis 1. August 2021 fand der 48. deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch zum ersten Mal in digitaler Form statt. Trotz der Distanz und Zeitverschiebung kamen die Teilnehmer*innen jeden Tag vier Stunden virtuell zusammen und absolvierten verschiedene Programme. Die ersten drei Tage organisierte die japanische Sportjugend das Programm für alle. Am Anfang waren dabei alle etwas angespannt. In Breakout-Rooms konnten sich dann aber schnell die nationalen Gruppen und ihre jeweiligen Partnergruppen kennenlernen und nach und nach brach das Eis. An den folgenden drei Tagen organisierten die deutschen Gruppen ihr Regionalprogramm. Sie trafen sich in einem Ort und schalteten sich mit den japanischen Jugendlichen zusammen, die komplett von Zuhause am Austausch teilgenommen haben. 
Am letzten Tag kamen wieder alle in einem virtuellen Raum zur Auswertung und zum Abschlussprogramm, welches von der dsj organisiert wurde, zusammen.

Die Programme waren vielfältig: Virtuelle Sightseeing durch Tokyo, Berlin oder Städte/Gemeinden, aus denen jeweilige Jugendlichen kamen, weckten Interesse und Lust, eines Tages das Partnerland zu besuchen. Sport verbindet auch virtuell – bei gemeinsamer Morgengymnastik, Yoga, Koordinationsübung oder Zirkeltraining hatten die Jugendlichen viel Spaß.
Auch die Diskussion über das Jahresthema „Inklusion im Sport“ kam dabei nicht zu kurz. In der Diskussionsrunde tauschten sich die Jugendlichen über die Situation in beiden Ländern aus und überlegten, wie die Welt so gestaltet werden könnte, dass alle Menschen Sport treiben können. Außerdem versuchten die Jugendlichen, die Sprache des Partnerlandes zu lernen. Vor allem für die deutschen Jugendlichen war es sehr spannend, ihren eigenen Namen in Kanji zu schreiben. 
Da zum Ende des täglichen Programms in Deutschland das Mittagessen und in Japan das Abendessen anstand, haben die Jugendlichen gemeinsam vor der Kamera gekocht – es gab Sushi, Apfelkuchen oder Nudeln mit Tomatensoße und Würstchen.

So flog die Zeit. Am letzten Tag fand wie immer die Sayonara-Party statt. Es gab einen Quiz-Wettbewerb und die Vorführungen: zwei japanische Jugendliche haben Kendo gezeigt und eine deutsche Gruppe einen japanischen Tanz mit live Musik! Bei der Auswertung berichteten die Jugendlichen, dass sie trotz der räumlichen Distanz die Partnergruppe und das Partnerland kennenlernen konnten, gemeinsam viel Spaß hatten und nun motivierter sind, sie persönlich besuchen und kennenzulernen, sobald dies möglich wird. 
Der traditionelle deutsch-japanisch Simultanaustausch ist wieder zurück und war wieder ein Erfolg trotz der Pandemie, wie Kirsten Hasenpusch, Vorstandsmitglied für Finanzen der dsj,  in ihrer Schlussrede sagte: „Egal, ob wir nebeneinandersitzen oder 9.000 km voneinander entfernt sind, Sport verbindet uns. Ihr habt in den letzten Tagen gezeigt, dass unsere Verbindung stärker ist, als ein Virus sein kann“.


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Europäisierung der Kinder- und Jugendarbeit im Sport

Die Deutsche Sportjugend gestaltet europäische Politik mit. Denn nicht nur im Großen, in Politik und Wirtschaft, sondern auch in den Lebensumständen vieler junger Menschen ist europäische Integration und Mobilität in Europa bereits Realität und Anforderung zugleich. Und es ist wichtig, sich dafür einzusetzen, dass insbesondere die europäische Jugend- und Sportpolitik die Bedürfnisse und Lebensumstände junger Menschen nicht aus dem Blick verliert.

Über die Einbindung der Deutschen Sportjugend in der Europäischen Sportjugend ENGSO Youth (European Non-Governmental Sport Organisation Youth) werden Themen wie Jugendbeteiligung, Bewegungförderung und Sport im Alltag, Inklusion oder Nachhaltigkeit im Sport mit europäischen Partner*innen und Politiker*innen bearbeitet.

Die Deutsche Sportjugend bringt sich außerdem durch Projekte im Rahmen des EU-Bildungsprogramms ERASMUS+ vor allem im Programmbereich Sports mit Themen der Kinder und Jugendarbeit im Sport in die europäische Fachdiskussion ein.

Das EU-Programm Erasmus+ für Bildung, Jugend und Sport ist eines für den Kinder- und Jugendsport relevantes Förderprogramm für die europaweite Zusammenarbeit. In diesem können interessierte Organisationen Förderung in den Programmbereichen Hochschulbildung, Schulische Bildung, Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, JUGEND IN AKTION sowie Sport beantragen. Die Webseite www.erasmusplus.de verlinkt zu den jeweils aktuellen Regelungen der aktuellen Programmgeneration 2021 bis 2027.

Die europäische Sportjugend

Logo der ENGSO Youth

Als Jugendorganisation des Dachverbandes der Europäischen Nichtregierungs­sport­organisationen (ENGSO) liegt der thematische Schwerpunkt der Arbeit der ENGSO Jugend besonders in den Bereichen Erziehung durch Sport, Partizipation von jungen Menschen und Gesundheitsförderung im europäischen Kontext.

Durch ihre Beteiligung an der Arbeit des Europäischen Jugendforum oder an Eurochild, einem europäischen Netzwerk zur Vertretung der Rechte von Kindern, strahlt die ENGSO Jugend in den politischen Raum und hat sich etwa durch die Partnerschaften in den EU-Projekten fachlich in der europäischen Jugendarbeit positioniert.

Die dsj ist förderndes Mitglied der ENGSO Jugend und auch im ENGSO Jugendkomitee, dem Vorstandsgremium vertreten. Mehr Informationen zur ENGSO Jugend unter http://www.youth-sport.net

Entwicklungszusammenarbeit durch Sport

Die Zeiten der klassischen Entwicklungshilfe sind vorbei. Aus Geben und Nehmen wird voneinander lernen, aus einseitiger Abhängigkeit wird ein Miteinander, aus Bürgern zweier Klassen werden Weltbürger. Sport hat dabei gewaltige Potenziale. Sport setzt - wie kaum eine andere Aktivität - Kräfte und Energien frei. Über sprachliche und kulturelle Barrieren, Bildungs-, Alters- und Geschlechterunterschiede hinweg vermag er Menschen anzusprechen und Gemeinschaft zu fördern. Sport schafft Möglichkeiten, auf anschauliche Art und Weise Kompetenzen zu vermitteln, Differenzen zu überwinden und Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln.

Sportvereine stellen einen wichtigen Lernort für Kinder und Jugendliche dar, in dem sie ihre Persönlichkeit entwickeln und zu mündigen Menschen mit demokratischem Wertebewusstsein heranwachsen können. Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement, Teamgeist, Fairplay, Zielstrebigkeit, Körper- und Umweltbewusstsein – dies sind einige der Werte, die im Sport von großer Bedeutung sind, optimal mit dem Sport verbunden werden können und auch in der Entwicklungszusammenarbeit wiederzufinden sind.

Die Kraft des Sports wird auch von vielen internationalen Organisationen erkannt und in ihren Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit integriert. So ist Sport unter anderem als Grundrecht in der Internationalen Charta für Leibeserziehung und Sport der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO, Artikel 1) und in der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 31) aufgeführt. 

Seit 1967 engagiert sich die dsj im Kontext der deutsch-afrikanischen Zusammenarbeit in unterschiedlichen Feldern, wie z.B. der Aus- und Fortbildung von Jugendleiter*innen im Sport, einzelnen Projekten, wie dem Aufbau einer Fahrradwerkstatt oder der Organisation von Fachkräfteaustauschen. Heute ist die Entwicklungszusammenarbeit fester Bestandteil der Internationalen Jugendarbeit im Sport und fokussiert sich besonders auf die Möglichkeiten, als non-formaler Bildungsträger die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt zu stärken und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Dabei spielt insbesondere die Auseinandersetzung mit den SDG eine bedeutende Rolle. In der Methodensammlung “Jugend bewegt Zukunft” wird erläutert, wie jugendpolitische Bildungsarbeit rund um die SDG im sportlichen Kontext aussehen kann. 

Publikationen

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International - Olympisch - Fair

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Abschlussbericht 43. deutsch-japanischer Sportjugend-Simultansaustausch

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Flyer Sportive – Sportjugendarbeit International – Vielfalt erleben

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Flyer Internationaler Jugendaustausch im Sport

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Konzeption Internationale Jugendarbeit im Sport

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Japan Gastfamilienfibel

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Deutsch-japanischer Fach- und Führungskräfteaustausch 2017

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Abschlussbericht 44. Deutsch-Japanischer Sportjugend-Simultanaustausch

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Abschlussbericht 45. Deutsch-Japanischer Sportjugend-Simultanaustausch

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Der deutsch-japanische Sportjugend-Simultanaustausch - Evaluation 2013-2016

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Deutsch-japanischer Fach- und Führungskräfteaustausch 2018

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Deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch - Infos zum Regionalprogramm

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-französische Version

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-englische Version

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-polnische Version

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Abschlussbericht 2019 - dt.-jap. Fach- und Führungskräfteaustausch

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-russische Version

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Methodensammlung „Jugend bewegt Zukunft“ - für internationale Jugendbegegnungen im Sinne der nachhaltigen Entwicklungsziele

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Abschlussbericht zum digitalen 48. dt.-jap. Sportjugend-Simultanaustausch

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Bewegte Sprachanimation / deutsch-ukrainische Version

Sportliche Sprachspiele – Eine Methodensammlung für internationale Begegnungen im Sport

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